Urformverfahren
Fertigungsverfahren der Hauptgruppe Urformen, bei dem ein Bauteil aus formlosem Ausgangsmaterial (z. B. Schmelze oder Pulver) seine erste feste Gestalt erhält, etwa durch Spritzguss, Gießen oder additive Fertigung. DIN 8580 unterteilt die Verfahren nach dem Ausgangszustand des Werkstoffs, etwa flüssig, plastisch oder pulverförmig. Die Verfahrenswahl richtet sich vor allem nach der Stückzahl: Spritzguss erfordert ein Formwerkzeug, dessen Kosten sich erst über große Serien verteilen, während additive Fertigung ab Losgröße 1 ohne Werkzeug auskommt. Konstruktiv verlangt Spritzguss Entformungsschrägen und möglichst gleichmäßige Wandstärken; FDM und SLS erlauben dagegen Hinterschnitte und innenliegende Kanäle.
Auch bekannt als: Primary Forming Process · Urformen
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