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Sandstrahlen

Sandstrahlen ist ein Nachbearbeitungsverfahren, bei dem ein feines Strahlmittel mit Druckluft auf die Bauteiloberfläche geschleudert wird. Auf 3D-Druckteilen erzeugt es eine matte, gleichmäßige Oberfläche: Glanzstellen verschwinden, feine Schichtlinien treten optisch deutlich zurück und das Bauteil erhält ein einheitliches, seidenmattes Finish — ganz ohne Chemie.

So funktioniert das Strahlen

In einer geschlossenen Strahlkabine beschleunigt Druckluft das Strahlmittel durch eine Düse auf die Oberfläche. Jedes einzelne Korn trägt dabei minimal Material ab oder verdichtet die oberste Schicht — in Summe entsteht eine gleichmäßig mattierte Textur. Die wichtigsten Stellgrößen sind das Strahlmittel, der Luftdruck, der Abstand der Düse und die Einwirkzeit.

StrahlmittelWirkung
Glasperlensanft, seidenmattes Finish — gängige Wahl für Kunststoffteile
Korundabrasiv, raut stärker auf — für hartnäckige Rückstände
Kunststoffgranulatsehr schonend — für empfindliche, dünnwandige Bauteile
Natron (Sodastrahlen)mild, lässt sich rückstandsarm abwaschen

Sandstrahlen bei FDM-Teilen

FDM-Oberflächen zeigen verfahrensbedingt Schichtlinien, und je nach Filament wirken einzelne Bereiche unterschiedlich glänzend. Das Strahlen vereinheitlicht dieses Bild: Feine Linien werden angeglichen, und die matte Textur streut das Licht so, dass verbleibende Übergänge deutlich weniger auffallen. Gleichzeitig entsteht ein hervorragender Haftgrund — wer sein Bauteil anschließend grundieren oder lackieren will, profitiert von der gleichmäßig angerauten Oberfläche. Bei dünnwandigen Bereichen und scharfen Kanten gilt: moderater Druck und ausreichend Abstand, damit das Bauteil nicht beschädigt wird.

Worauf du achten solltest

  • Funktionsflächen schützen: Passungen, Gewinde und Bohrungen vor dem Strahlen abkleben — der Abtrag ist gering, aber enge Passungen reagieren empfindlich.
  • Gleichmäßig führen: die Düse in ruhigen Bahnen bewegen, sonst entstehen fleckige, unterschiedlich matte Zonen.
  • Danach reinigen: Strahlmittelreste und Staub mit Druckluft entfernen, besonders vor einer Lackierung.
  • Material beachten: harte Kunststoffe wie PLA, PETG oder ABS lassen sich gut strahlen; sehr elastische Materialien wie TPU federn das Strahlmittel ab und zeigen kaum Wirkung.

Bei elbe3D bieten wir Sandstrahlen als Oberflächen-Finish für FDM-Teile an — zum Beispiel dann, wenn ein Sichtteil eine gleichmäßig matte, wertige Anmutung bekommen soll.

Auch bekannt als: Strahlen · Sandblasting

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