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Druckverfahren

FDM

FDM (Fused Deposition Modeling) ist ein additives Fertigungsverfahren, bei dem ein thermoplastischer Kunststoffdraht – das Filament – in einer beheizten Düse aufgeschmolzen und Schicht für Schicht zu einem Bauteil aufgetragen wird. FDM ist das weltweit am weitesten verbreitete 3D-Druckverfahren und eignet sich für Prototypen ebenso wie für belastbare Funktionsteile.

So funktioniert der Schmelzschichtdruck

Ein Slicer zerlegt dein 3D-Modell zunächst in einzelne Schichten und erzeugt daraus die Maschinenbefehle für den Drucker. Beim Druck fördert der Extruder das Filament in das Hotend, wo es je nach Material auf etwa 190 bis 300 °C erhitzt wird. Die Düse – typisch sind 0,4 mm Durchmesser – legt den zähflüssigen Kunststoff in Bahnen ab: zuerst die Außenkontur, dann die innere Füllstruktur (Infill). Ist eine Schicht fertig, geht es um die Schichthöhe von meist 0,1 bis 0,3 mm nach oben. Überhänge ab etwa 45 Grad benötigen Stützstrukturen, die du nach dem Druck entfernst. Übrigens: FFF (Fused Filament Fabrication) bezeichnet dasselbe Verfahren – FDM ist ursprünglich ein Markenname des Herstellers Stratasys.

Materialvielfalt als größte Stärke

Kaum ein anderes 3D-Druckverfahren bietet eine so breite und günstige Werkstoffauswahl:

MaterialEigenschaftenTypischer Einsatz
PLAsteif, maßhaltig, sehr einfach zu druckenAnschauungsmodelle, Prototypen
PETGschlagzäh, chemikalienbeständigFunktionsteile, Halterungen
ABS/ASAwärme- und UV-beständigGehäuse, Außenanwendungen
TPUflexibel, abriebfestDichtungen, Dämpfer, Schutzhüllen

Grenzen kennen, Bauteile richtig auslegen

FDM-Teile sind anisotrop: Entlang der Schichten sind sie deutlich fester als quer dazu, weil die Verbindung zwischen den Lagen die Schwachstelle bildet. Lege die Hauptbelastung deshalb möglichst in die Schichtebene, wenn du ein Bauteil konstruierst oder die Druckausrichtung wählst. Auch Wandstärke und Fülldichte bestimmen die Festigkeit maßgeblich mit – zusätzliche Konturlinien bringen dabei oft mehr Stabilität als ein höherer Infill-Anteil. Sichtbare Schichtlinien gehören zum Verfahren; feinere Schichthöhen, eine kluge Orientierung und nachträgliches Schleifen verbessern die Oberfläche spürbar. Für filigrane Details unterhalb von etwa 0,2 mm sind harzbasierte Verfahren wie SLA im Vorteil – für robuste, bezahlbare Alltagsteile bleibt FDM die erste Wahl.

Bei elbe3D in Magdeburg ist FDM das Kernverfahren: Auf einem modernen Bambu-Lab-Maschinenpark entstehen daraus Prototypen, Ersatzteile und Kleinserien.

Auch bekannt als: Fused Deposition Modeling · Schmelzschichtung · FFF

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