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Fehlerbilder

Unterextrusion

Unterextrusion bedeutet, dass der Drucker weniger Material fördert, als der Slicer eingeplant hat. Das Fehlerbild zeigt sich als Lücken in Wänden und Infill, dünne oder fehlende Bahnen, raue Oberflächen und ein schwacher Schichtverbund. Die Ursachen reichen von einer teilverstopften Düse über feuchtes Filament bis zu falschen Slicer-Einstellungen.

Woran du Unterextrusion erkennst

Typische Anzeichen sind Wände, die sich nicht berühren, obwohl sie es sollten, durchscheinende Stellen in Deckflächen, löchriges Infill und Schichten, die sich leicht voneinander trennen lassen. Oft hörst du zusätzlich ein rhythmisches Klicken: Das ist der Extruder, der Schritte überspringt oder das Filament durchrutschen lässt, weil er es nicht gegen den Widerstand des Hotends fördern kann. Ein einfacher Test ist ein einwandiger Würfel im Vasenmodus: Fällt die Wand deutlich dünner aus als die eingestellte Extrusionsbreite, stimmt der Materialfluss nicht.

Die häufigsten Ursachen

  • Teilverstopfte Düse: Verkohlte Materialreste oder eingezogener Staub verengen den Kanal — der häufigste Auslöser.
  • Zu kalt für die Geschwindigkeit: Jedes Hotend kann nur eine begrenzte Materialmenge pro Sekunde aufschmelzen. Wird schneller gedruckt, als die Schmelzleistung hergibt, kommt zu wenig Material an.
  • Verschlissener oder verschmutzter Extruder: Abgenutzte Förderräder oder Filamentabrieb im Ritzel reduzieren den Vortrieb.
  • Falscher Filamentdurchmesser: Steht im Slicer 2,85 mm statt 1,75 mm, wird massiv zu wenig gefördert.
  • Feuchtes Filament oder blockierte Spule: Wasserdampf in der Schmelze und erhöhte Abzugskräfte stören den gleichmäßigen Materialfluss.

Schritt für Schritt beheben

  1. Düse reinigen — mit einem Cold Pull oder durch Tausch gegen eine neue Düse.
  2. Drucktemperatur in Schritten von 5 °C erhöhen oder die Druckgeschwindigkeit senken, bis das Druckbild sauber ist.
  3. Extruder öffnen, Förderräder reinigen und den Anpressdruck prüfen.
  4. Filamentdurchmesser und Flussrate im Slicer kontrollieren und bei Bedarf kalibrieren.
  5. Filament trocknen und auf freien Ablauf der Spule achten.

Bleibt das Problem bestehen, lohnt bei Hotends mit PTFE-Inliner ein Blick auf den Schlauch: Ein verschlissenes oder nicht bündig sitzendes Röhrchen erzeugt genau dort Widerstand, wo das Material weich wird. Bei elbe3D gehören Düsenkontrolle und Flusskalibrierung zur laufenden Maschinenwartung, damit jedes Bauteil mit voller Materialdichte gedruckt wird.

Auch bekannt als: Under-extrusion · Unterextrudieren · Materialmangel

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