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Dateiformate & Software

Slicer

Ein Slicer ist die Software, die dein 3D-Modell für den Drucker übersetzt: Sie zerlegt die Geometrie in horizontale Schichten, berechnet daraus die Druckbahnen für jede Lage und erzeugt den fertigen G-Code. Alle Druckparameter — von der Schichthöhe über den Füllgrad bis zu Stützstrukturen — legst du im Slicer fest.

So arbeitet ein Slicer

Der Ablauf ist immer gleich: Du importierst ein Modell (STL, 3MF, STEP oder OBJ), platzierst und orientierst es auf der virtuellen Druckplatte und wählst ein Material- und Qualitätsprofil. Der Slicer schneidet das Modell dann in Schichten, plant für jede Schicht Wandlinien, Füllmuster und gegebenenfalls Stützen und übersetzt alles in konkrete Maschinenbefehle: Verfahrwege, Extrusionsmengen, Temperaturen und Lüfterdrehzahlen. Verbreitete Programme sind PrusaSlicer, Ultimaker Cura, Bambu Studio und OrcaSlicer — die Grundprinzipien sind bei allen identisch. Zusätzlich schätzt der Slicer Druckzeit und Materialverbrauch, sodass du verschiedene Einstellungen schon vor dem Druck miteinander vergleichen kannst.

Die wichtigsten Parameter im Überblick

ParameterTypischer Bereich (0,4-mm-Düse)Wirkung
Schichthöhe0,08–0,28 mmDetailgrad und Druckzeit
Wandlinien2–4Stabilität und Dichtigkeit
Füllgrad (Infill)10–40 %Gewicht, Festigkeit, Materialverbrauch
Drucktemperaturmaterialabhängig, z. B. PLA 190–220 °CSchichthaftung und Oberflächenqualität

Entscheidend ist das Zusammenspiel: Mehr Wandlinien bringen für die Festigkeit oft mehr als ein höherer Füllgrad, und eine kleinere Schichthöhe verbessert Details, verlängert die Druckzeit aber deutlich. Auch Stützstrukturen, Haftungshilfen wie Brim oder Raft und die Druckgeschwindigkeit stellst du im Slicer ein.

Typische Fehler und Tipps

  • Mit Herstellerprofilen starten: Die mitgelieferten Profile für Drucker und Filament sind ein solider Ausgangspunkt — ändere gezielt einzelne Werte statt vieler gleichzeitig.
  • Vorschau nutzen: Die Schicht-für-Schicht-Vorschau zeigt Probleme wie fehlende Stützen, zu dünne Wände oder kritische Überhänge, bevor du Material verschwendest.
  • Orientierung zuerst: Die Ausrichtung auf der Druckplatte bestimmt Stützbedarf, Oberflächenqualität und Bauteilfestigkeit stärker als die meisten anderen Einstellungen.
  • Geduld beim Feintuning: Ändere pro Testdruck nur einen Parameter — sonst weißt du nie, welche Änderung gewirkt hat.

Bei elbe3D übernehmen wir das Slicing für dich: Wir wählen Orientierung, Profil und Parameter passend zu Funktion und Material deines Bauteils.

Auch bekannt als: Slicer-Software · Slicing-Software

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