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Druckparameter

Infill

Infill ist die Innenfüllung eines 3D-Druckteils. Statt das Bauteil massiv zu drucken, erzeugt der Slicer im Inneren ein regelmäßiges Füllmuster, dessen Dichte du in Prozent angibst. Das Infill bestimmt Gewicht, Festigkeit, Materialverbrauch und Druckzeit: 15 % ergeben ein leichtes Teil, 50 % ein stabiles, 100 % einen massiven Vollkörper.

So funktioniert das Infill

Im FDM-Druck besteht ein Bauteil aus Außenwänden (Perimetern), Deck- und Bodenschichten sowie der Füllung dazwischen. Diese Füllung druckt der Slicer als wiederkehrendes Muster — die Prozentangabe beschreibt, welcher Anteil des Innenvolumens tatsächlich mit Material gefüllt wird. Gängige Muster sind Gitter (schnell und universell), Gyroid (gleichmäßig belastbar in alle Richtungen), Waben (steif bei wenig Material) und Linien (sehr schnell, aber nur in einer Richtung tragfähig). Weil das Infill von außen unsichtbar bleibt, kannst du hier gezielt Material und Druckzeit sparen, ohne dass die Optik leidet.

Richtwerte für die Infill-Dichte

DichteTypischer Einsatz
0–10 %Deko-Objekte, Anschauungsmodelle, Figuren
15–25 %Standard für die meisten Prototypen und Alltagsteile
30–50 %Funktionsteile mit mechanischer Belastung
100 %Sonderfälle, z. B. kleine hochbelastete oder dichte Bauteile

Typische Fehler & Tipps

  • Mehr ist nicht automatisch besser: Oberhalb von etwa 50 % steigt die Festigkeit nur noch wenig, Druckzeit und Materialverbrauch dagegen deutlich. Für belastbare Teile bringen zusätzliche Perimeter-Wände meist mehr als extremes Infill.
  • Zu wenig Infill lässt Deckschichten einsacken (Pillowing), weil die obersten Lagen über zu große Hohlräume gedruckt werden. Bei sehr niedriger Dichte hilft es, mehr Deckschichten einzuplanen.
  • Muster passend wählen: Gyroid ist eine gute Wahl, wenn Kräfte aus verschiedenen Richtungen wirken; Linien-Infill lohnt sich, wenn es vor allem schnell gehen soll.
  • Infill ist kein Ersatz für Wandstärke: Schraubverbindungen, Gewinde und Rastnasen liegen fast immer im Wandbereich — dort entscheidet die Perimeterzahl, nicht die Füllung.

Bei elbe3D stimmen wir Infill-Dichte und Füllmuster auf deinen konkreten Anwendungsfall ab, damit dein Teil genau so stabil wird, wie es sein muss — ohne unnötige Kosten für Material und Druckzeit.

Auch bekannt als: Innenfüllung · Fülldichte · Füllung · Infill-Dichte

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