DLP
DLP (Digital Light Processing) ist ein harzbasiertes 3D-Druckverfahren, bei dem ein UV-Projektor das Bild einer kompletten Bauteilschicht in flüssiges Kunstharz projiziert und sie in einem einzigen Belichtungsschritt aushärtet. Weil nicht wie beim SLA-Laser Punkt für Punkt gezeichnet wird, druckt DLP volle Bauplatten deutlich schneller.
So funktioniert Digital Light Processing
Herzstück ist ein DMD-Chip (Digital Micromirror Device) mit Hunderttausenden bis Millionen winziger Kippspiegel. Er formt aus dem Licht einer UV-Quelle – üblich sind Wellenlängen um 385 bis 405 nm – ein exaktes Bild des aktuellen Schichtquerschnitts und projiziert es durch den transparenten Wannenboden in das Resin. Die belichteten Bereiche polymerisieren gleichzeitig; dann hebt sich die Bauplattform um eine Schichtstärke, frisches Harz fließt nach, und die nächste Schicht wird belichtet.
DLP, SLA und MSLA im Vergleich
| Verfahren | Lichtquelle | Belichtung pro Schicht |
|---|---|---|
| SLA | UV-Laser | punktweise, Kontur wird nachgefahren |
| DLP | Projektor mit Mikrospiegel-Chip | ganze Schicht auf einmal |
| MSLA | UV-LEDs hinter LCD-Maske | ganze Schicht auf einmal |
Ein wichtiger Unterschied: Die Auflösung eines DLP-Druckers ist durch die Pixelgröße der Projektion fest vorgegeben. Bei starker Vergrößerung können deshalb leichte Voxel-Kanten sichtbar werden, während ein SLA-Laser Konturen kontinuierlich nachfährt. Dafür bleibt die Druckzeit pro Schicht bei DLP konstant – egal, ob ein Teil oder zwanzig auf der Plattform stehen. Die Pixelzahl des Chips ist dabei fest: Je größer die projizierte Baufläche, desto größer wird jedes einzelne Pixel. Detailauflösung und Bauraumgröße stehen bei DLP deshalb in einem direkten Zielkonflikt, weshalb die Maschinen meist eher kompakte Bauräume haben.
Typische Anwendungen und Grenzen
DLP hat sich überall dort etabliert, wo viele kleine, detailreiche Teile schnell entstehen sollen: Dentalmodelle und Schienen, Gussmodelle für Schmuck, Miniaturen oder Hörgeräteschalen. Wie bei allen Harzverfahren gehören Waschen in Isopropanol und UV-Nachhärten zur Pflicht-Nachbearbeitung, und Standardresine sind spröder als typische FDM-Kunststoffe. Für große, mechanisch belastete Bauteile bleibt der Filamentdruck meist die wirtschaftlichere Wahl.
elbe3D ist auf FDM spezialisiert und sagt dir offen, wann ein Harzverfahren wie DLP für dein Projekt die bessere Lösung ist.
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