Ostendorfer Straße 1, 39130 Magdeburg · Mo–Fr 09–18 Uhr
Materialien

Resin

Resin ist ein flüssiges, UV-härtbares Kunstharz (Photopolymer), das in SLA-, DLP- und MSLA-Druckern schichtweise durch Licht ausgehärtet wird. Es ermöglicht extrem feine Details und glatte Oberflächen, ist aber meist spröder als FDM-Kunststoffe und verlangt Nachhärten sowie Schutzmaßnahmen im Umgang mit dem unausgehärteten Material.

Vom flüssigen Harz zum festen Bauteil

Resin besteht im Kern aus Monomeren und Oligomeren sowie Photoinitiatoren. Trifft UV-Licht – je nach Drucker meist 385 bis 405 nm – auf das Harz, starten die Photoinitiatoren eine Kettenreaktion: Die Moleküle vernetzen sich zu einem festen Duroplast. Direkt nach dem Druck befindet sich das Bauteil im sogenannten Grünzustand und erreicht erst durch das Nachhärten unter UV-Licht seine Endfestigkeit. Vorher wird es in Isopropanol oder einem speziellen Reiniger gewaschen, um anhaftendes Flüssigharz zu entfernen. Lagere Resin lichtgeschützt, fest verschlossen und bei Raumtemperatur – und schüttle die Flasche vor dem Druck, damit sich Pigmente und Additive gleichmäßig verteilen.

Resin-Typen im Überblick

Resin-TypEigenschaftenTypischer Einsatz
Standardsehr detailreich, eher sprödeMiniaturen, Anschauungsmodelle
Tough / ABS-likeschlagzäher, weniger bruchempfindlichfunktionsnahe Prototypen
Flexiblegummiartig, elastischGriffe, Dichtungen, Dämpfer
Castablebrennt rückstandsfrei ausSchmuck- und Feinguss
Dental / biokompatibelzertifizierte SpezialrezepturenSchienen, Bohrschablonen, Modelle

Daneben gibt es wasserwaschbare Rezepturen, die sich statt mit Isopropanol mit Wasser reinigen lassen – die belasteten Waschreste gehören trotzdem nicht ins Abwasser, sondern werden ausgehärtet und fachgerecht entsorgt.

Sicherer Umgang: das musst du beachten

  • Handschuhe tragen: unausgehärtetes Resin kann die Haut reizen und bei wiederholtem Kontakt sensibilisierend wirken – Nitrilhandschuhe sind Pflicht.
  • Gut lüften: viele Harze dünsten wahrnehmbar aus; drucke nur in belüfteten Räumen oder mit Abluftlösung.
  • Nichts in den Abfluss: flüssige Reste und Waschlösungen erst unter UV-Licht aushärten, dann fachgerecht entsorgen.
  • Erst nachhärten, dann benutzen: ein Bauteil ist erst nach dem UV-Nachhärten vollständig durchpolymerisiert und gefahrlos anzufassen.

Bei elbe3D drucken wir im Alltag mit Filament statt Resin – ob dein Projekt eher nach FDM oder nach einem Harzverfahren verlangt, klären wir gern in der Beratung.

Auch bekannt als: Harz · Photopolymer-Harz · Kunstharz · UV-Harz

Fachartikel zum Thema

Kommt vor in

Seiten, auf denen „Resin" im Text verwendet wird:

Zurück zum Glossar

Bereit zum Drucken?

Preis berechnen oder direkt anfragen — Antwort am selben Werktag aus Magdeburg.