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Nachbearbeitung

Nachbearbeitung umfasst alle Arbeitsschritte, die nach dem eigentlichen 3D-Druck folgen: Stützstrukturen entfernen, Schleifen, Sandstrahlen, Grundieren und Lackieren. Sie verbessert Oberfläche, Maßhaltigkeit und optisches Erscheinungsbild des Bauteils. Je nach Anspruch reicht das Spektrum vom einfachen Entgraten eines Funktionsteils bis zur mehrstufigen Veredelung eines Sichtteils.

Die wichtigsten Arbeitsschritte im Überblick

ArbeitsschrittZweck
Stützstrukturen entfernenRohteil freilegen, Kontaktstellen säubern und entgraten
SchleifenSchichtlinien glätten, mit steigender Körnung von grob nach fein
Sandstrahlenmatte, gleichmäßige Oberfläche mit einheitlichem Finish
Spachteln und GrundierenPoren und feine Rillen füllen, Haftgrund für den Lack schaffen
LackierenFarbe, Schutz vor UV-Licht und Feuchtigkeit, Sichtteil-Qualität
Gewindeeinsätze setzenbelastbare, wiederholt nutzbare Schraubverbindungen im Kunststoff

Was bei FDM-Teilen besonders zählt

FDM-Bauteile entstehen Schicht für Schicht — die typischen Schichtlinien und die Naht am Schichtstart sind verfahrensbedingt sichtbar. Wer eine glatte Sichtfläche will, schleift in mehreren Stufen: mit grober Körnung beginnen (etwa 120 bis 240) und fein enden (400 und feiner). Bei PLA ist Vorsicht geboten, denn das Material erwärmt sich beim Schleifen schnell; mit wenig Druck und Pausen arbeiten, sonst verschmiert die Oberfläche. Für lackierte Teile hat sich eine Füllergrundierung bewährt, die feine Rillen auffüllt und nach dem Zwischenschliff eine gleichmäßige Basis für den Decklack bildet.

Typische Fehler & Tipps

  • Zu grob starten: tiefe Kratzer aus der ersten Schleifstufe kosten später mehr Zeit, als sie sparen.
  • Kanten durchschleifen: an Ecken und Kanten trägt Schleifpapier am schnellsten Material ab — dort besonders behutsam arbeiten.
  • Lackieren ohne Grundierung: auf ungefülltem Kunststoff bleiben Schichtlinien unter dem Lack sichtbar und die Haftung leidet.
  • Passungen vergessen: Schleifen und Lackieren verändern Maße; Funktionsflächen, Bohrungen und Gewinde vorher abkleben.
  • Aufwand unterschätzen: vieles lässt sich schon im Druck lösen — eine kluge Bauteilausrichtung, passende Schichthöhe und eine versteckte Nahtposition reduzieren die Nacharbeit deutlich.

Bei elbe3D kannst du die Nachbearbeitung als Option zu deinem FDM-Auftrag wählen — vom sauber entstützten Funktionsteil bis zur geschliffenen und lackierten Sichtfläche.

Auch bekannt als: Post-Processing · Veredelung

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