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Dateiformate & Software

G-Code

G-Code ist die Maschinensprache deines 3D-Druckers: eine lange Textdatei aus einzelnen Befehlen, die jede Bewegung des Druckkopfs, jede Temperatur und jede Lüfterdrehzahl exakt vorgibt. Der Slicer erzeugt den G-Code automatisch aus deinem 3D-Modell, der Drucker arbeitet ihn anschließend Zeile für Zeile ab.

So ist G-Code aufgebaut

Jede Zeile enthält einen Befehl mit Parametern. G-Befehle steuern Bewegungen, M-Befehle schalten Funktionen wie Heizungen oder Lüfter. Ein typischer Bewegungsbefehl wie G1 X120 Y80 E5 F1800 bedeutet: Fahre zur Position X120/Y80, extrudiere dabei Filament (E) und nutze die angegebene Geschwindigkeit (F, in Millimetern pro Minute). Zusätzlich schreiben Slicer Kommentare und Metadaten wie geschätzte Druckzeit oder Filamentverbrauch in die Datei — der Drucker ignoriert sie einfach. Die wichtigsten Befehle im Überblick:

BefehlBedeutung
G0 / G1Leerfahrt (Eilgang) / Arbeitsbewegung, meist mit Extrusion
G28Referenzfahrt (Homing) aller Achsen
M104 / M109Düsentemperatur setzen / setzen und warten
M140 / M190Betttemperatur setzen / setzen und warten
M106 / M107Bauteillüfter einschalten / ausschalten

Warum G-Code druckerspezifisch ist

G-Code enthält absolute Koordinaten, Temperaturen und Start- und Endsequenzen, die exakt auf einen Drucker, eine Düse und ein Material zugeschnitten sind. Eine für Drucker A geslicte Datei gehört deshalb nie auf Drucker B: Im harmlosesten Fall passt der Druck nicht, im schlimmsten Fall fährt der Kopf gegen den Rahmen oder heizt falsch. Auch die Firmware spielt eine RolleMarlin, Klipper und Bambu-Lab-Maschinen interpretieren einzelne Befehle unterschiedlich. Weitergegeben wird deshalb immer das Modell (STL, 3MF oder STEP), nicht der fertige G-Code.

Praxis-Tipps

  • Vorschau statt Texteditor: Die G-Code-Vorschau im Slicer zeigt dir Bahnen, Geschwindigkeiten und Druckzeit deutlich anschaulicher als die Rohdatei.
  • Manuelle Eingriffe sparsam einsetzen: Eigene Start-Sequenzen oder Skripte sind mächtig, aber fehleranfällig — spiele jede Änderung vorher gedanklich durch.
  • G-Code ist lesbar: Bei rätselhaften Druckfehlern lohnt ein Blick in die Datei, etwa um Temperaturbefehle oder Rückzugseinstellungen zu prüfen.
  • Vollständig übertragen: Ob SD-Karte, USB oder Netzwerk — der Drucker braucht die komplette Datei. Abgebrochene Übertragungen führen zu unvollständigen Drucken.

Bei elbe3D erzeugen wir den G-Code für jeden Auftrag frisch — abgestimmt auf Material, Bauteilfunktion und unsere Bambu-Lab-Drucker.

Auch bekannt als: GCode

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