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Druckparameter

Z-Hop

Z-Hop bezeichnet das kurze Anheben der Düse in Z-Richtung, wenn der Druckkopf ohne Materialausstoß über das Bauteil fährt. Statt knapp über der Oberfläche zu schleifen, hebt der Druckkopf um wenige Zehntelmillimeter ab. Das verhindert Kratzer auf sichtbaren Flächen und Kollisionen mit hochstehenden Kanten oder bereits gedruckten Strukturen.

Warum die Düse überhaupt anstoßen kann

Theoretisch fährt die Düse bei Leerfahrten exakt eine Schichthöhe über dem Bauteil. In der Praxis stehen aber immer wieder Stellen leicht über: sich hochwölbende Überhänge (Curling), aufgeworfene Nähte, überextrudierte Ecken oder Bauteile, die sich minimal vom Bett gelöst haben. Ohne Z-Hop schleift die heiße Düse über diese Stellen — es entstehen Kratzer, im schlimmsten Fall reißt der Druckkopf ein filigranes Teil ab oder verschiebt ein Objekt auf der Platte.

Mit aktiviertem Z-Hop hebt die Z-Achse (oder das Druckbett) den Abstand kurz an, meist kombiniert mit einer Retraktion, und senkt ihn am Zielpunkt wieder ab.

Wann Z-Hop hilft — und wann er stört

  • Sinnvoll: bei vielen Einzelobjekten auf der Platte, filigranen Türmen und Stiften, empfindlichen Sichtflächen sowie Materialien mit Curling-Neigung wie ABS.
  • Eher nachteilig: Jede Hebe- und Senkbewegung kostet Zeit, und während des Anhebens kann Material nachlaufen — Z-Hop kann Stringing dadurch sogar verstärken.
  • Mechanik beachten: Sehr häufige Hops belasten die Z-Achse; bei Druckern mit schwerem, mitfahrendem Bett leidet mitunter die Oberflächenqualität.

Praxiswerte und Einstellungstipps

Übliche Hop-Höhen liegen bei 0,2–0,4 mm — hoch genug, um über aufgeworfene Stellen zu kommen, und niedrig genug, um kaum Druckzeit zu kosten. Sinnvoll ist die Kopplung an die Retraktion („Z-Hop nur bei Retraktion“), damit nicht jede Mini-Bewegung angehoben wird. Moderne Slicer wie Bambu Studio oder OrcaSlicer bieten zusätzlich spiral- oder rampenförmige Hop-Bewegungen, die weicher abheben und weniger Artefakte hinterlassen. Aktiviere Z-Hop gezielt dort, wo er ein konkretes Problem löst — als Dauereinstellung für alle Drucke ist er selten die beste Wahl. Bei elbe3D wird Z-Hop je nach Geometrie und Material bewusst gesetzt, etwa bei filigranen Bauteilen oder voll belegten Druckplatten.

Auch bekannt als: Z-Lift · Z-Anhebung

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